Nach einer kurzen Begrüßung des stellvertretenden Schulleiters Sven Schmitt informierten Feuerwehrkommandant Mike Etzel und DRK-Bereitschaftsleiter Jens Kübler und ihre Teams die 130 anwesenden Schülerinnen und Schüler über ihre Organisationen sowie deren Aufgaben beim Bevölkerungsschutz und speziell im Katastrophenfall. Was dabei genau eine Katastrophe von einem Notfall unterscheidet, wurde ebenso erklärt wie die Frage, wie die Bevölkerung durch Sirenen, die NINA-Warn-App oder das Radio bei einem Katastrophenfall frühzeitig gewarnt werden kann.
Im Anschluss an diese Präsentation in der Aula durften die Sechstklässler auch selbst bei einem Stationenlauf aktiv werden. So erhielten sie bei den beiden AAG-Lehrerinnen Ingrid Schwahn und Johanna Gase sowie ihren Schülerinnen und Schülern des Schulsanitätsdienstes eine Einweisung in das korrekte Anlegen von Druckverbänden, übten die stabile Seitenlage und das Absetzen eines Notrufes. Beim DRK bekamen sie unter anderem einen Einblick in den Inhalt des Notfallrucksacks und der Tasche. An einem Modell wurde zudem die so wichtige Herz-Lungen-Wiederbelebung demonstriert.


DRK-Bereitschaftsleiter Jens Kübler stellt gemeinsam mit Kollegin Nadine Marquedant-Römer und Kollege Jens-Michael Schmitz die Arbeit seiner Hilfsorganisation vor
Am Stand der Feuerwehr zeigten sich die Schüler sichtlich beeindruckt von der Schutzkleidung und der Ausstattung des Einsatzfahrzeuges. Mitschüler mussten in einer Trage gemeinsam über den Schulhof befördert werden, und beim Befüllen von Sandsäcken als Hochwasserschutzmaßnahme wurde ebenfalls tatkräftig Hand angelegt.


Feuerwehrkommandant Mike Etzel stellt zusammen mit Kollegin Chiara Wahl und den Kollegen Wolfgang Kölle und Jannik Morlok die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Bönnigheim vor.
Bei der Geographielehrerin Anne Späth und ihren Kollegen Lena Czauderna und Stephan Manka erhielten die Teilnehmenden weitere Informationen zu möglichen Naturkatastrophen in der Region und konkretem Verhalten im Fall der Fälle.
Zum Abschluss des Tages füllten die Klassen einen Fragebogen zum Ablauf aus und sprachen mit ihren Lehrern nochmals über die private Notfallvorsorge, wie zum Beispiel eine Powerbank, um bei Stromausfall das Handy laden zu können, die mögliche Anschaffung eines Notfallradios mit Kurbel aber auch einen Vorrat an unverderblichen Lebensmitteln und Trinkwasser. Sie erhielten einen Flyer des Landkreises Ludwigsburg mit wichtigen Tipps zum „Verhalten in Krisensituationen“ und weiterführenden links zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Auch wenn es sich bei einem Katastrophenschutztag um eine reine Informationsveranstaltung mit praktischen Übungen handelt und keinerlei Gefahrensituation besteht, kann es trotzdem sein, dass Schülerinnen und Schüler dadurch emotional belastet werden. „Für diesen Fall wäre unsere Schulsozialarbeiterin Katharina Stuber als Anlaufstelle bereitgestanden“, erklärte Lehrerin Susanne Dahler, die diesen Tag für ihre Schule organisiert hatte. „Es ist uns wichtig, dass die Jugendlichen nicht mit Sorge auf mögliche Krisen blicken, sondern das Gefühl entwickeln: Der Bevölkerungsschutz in Baden-Württemberg ist sehr gut organisiert, außerdem kann auch ich mich auf eine mögliche Notsituation gut vorbereiten und im Katastrophenfall aktiv helfen. Die zahlreichen engagierten Vertreterinnen und Vertreter aus den unterschiedlichsten Bereichen haben heute dazu einen großen Beitrag geleistet.“
